German Freestyle Battle

Mai 21, 2010 by Mathias

Letztes Wochenende fand, dank spontaner Organisation, der wohl erste reine Freestyle-Contest in Deutschland statt, der vom Teilnehmerfeld gesehen auch als kleine Deutsche Meisterschaft im Freestyle angesehen werden könnte. Die Bedingungen auf dem Wasser waren sehr gut zum Freestylen. Das Wasser war komplett glatt und der Wind wehte für das 4.5er, wenn auch im unteren Bereich. Meine Heats liefen einigermaßen gut und es hat vor allem Spaß gemacht diesen Contest zu surfen. Am Ende landete ich auf Platz 4. Demnächst wird wohl auch ein Video über den Contest erscheinen. Hier die Ergebnisse:

1. Adrian Beholz ( F2/ Hot Sails)
2. Normen Günzlein (JP/ Neil Pryde)
3. Tilo Eber (JP/ Neil Pryde)
4. Mathias Genkel (RRD/RRD)
5. Max Droege (JP/ Neil Pryde)
5. Johannes Witte ( Naish/Naish)
5. Daniel Schenk ( Tabou/Vandal)
5. Tobias Schwarz ( Windflüchter / Naish)

Pic by Julian Robinet:

contest

Eine Story zum Contest, geschrieben vom Gewinner des Events, Adrian Beholz, gibt es auf Windsurfers.de zu lesen.


Wieder in Deutschland

Mai 5, 2010 by Mathias

Seit zwei Tagen bin ich nun wieder in der Heimat. Auf dem Weg gen Norden machte ich noch einen kleinen Umweg an die Nordseeküste, um nach beinahe drei Wochen Flaute endlich einmal wieder zu surfen. Die Umstellung zu Frankreich war relativ schwer. Es ist um Einiges kälter und das Süßwasser des Katinger Watts ließ mein Brett sehr klein erscheinen. Auf dem Wasser war ich mit Alexander Zachen, von dem die Fotos sind:
culo flaka-nohanded spock funnel-oh kono shaka grubby bob


Ein Tag in Beauduc

April 24, 2010 by Mathias

Sonne, Wind und Meer – mehr gibt’s nicht in Beauduc. Mehr braucht man aber auch nicht, um glücklich zu sein. Wer dem Alltagstrubel entfliehen will, ist in diesem kleinen verlassenen Hippiedorf inmitten der Camargue deshalb genau richtig. Der Strand ist allerdings nicht umsonst so verlassen: eine knappe Stunde übelste Buckelpiste sind der Preis für konstanten Wind und viel Platz.

Vor ungefähr zwei Wochen führte ich meinen belgischen Besuch, Rik und seine Freundin, genau an diesen Spot. Am Ende hatten wir einen perfekten Tag im Niemandsland. Rik’s Freundin filmte die Surfaction und, da ich noch ein paar Landschaftsaufnahmen hatte, entschied ich mich ein kleines Video zu schneiden. Später stieß dann noch Rik’s Kumpel Pieter dazu, der im Video ein paar Statements zum Surftag abgibt. Leider ist die Windsurf-Footage sehr verwackelt und mit einer verjährten Kamera gefilmt. Das Video gibt trotzdem die Stimmung des Spots sehr treffend wieder und dokumentiert einfach einen schönen Surftag:

A Day in Beauduc from Mathias Genkel on Vimeo.


EFPT Leucate

April 21, 2010 by Mathias

Nachdem ich im Winter so einige Zeit auf dem Wasser, wenn auch bei kalten Temperaturen, verbracht hatte und meine Manöver immer sicherer stand, entschloss ich mich einmal an einem Freestyle-Wettbewerb der EFPT teilzunehmen. Hier treffen einge von Europas besten Freestylern aufeinander. Leider sahen die Vorhersagen für die Zeit des Wettbewerbs ziemlich schlecht aus. Die angesagte Flaute bestätigte sich dann auch während der ersten beiden Wettkampftage. Herrlichster Sonnenschein und eine leichte auflandige Brise ließen keine Wettfahrten zu. Lediglich am Samstag konnte man sich von einem Boot im Wakeboard-style ziehen lassen und versuchen einen Move zu springen.

the-beach waiting-for-wind materiallager waiting-for-the-boat

Da der Wettbewerb im Zuge der “Mondial du Vent” stattfand, einer Surffestival-ähnlichen Veranstaltung, war sowohl auf dem Land als auch auf dem Wasser ständig etwas los. Die Spannung stieg dann mit der Bekanntgabe der Heatauslosungen. Fahrer, die sich bereits mit guten Ergebnissen aus dem Vorjahr profiliert hatten, wurden bereits ein Runde weiter gesetzt. Neulinge, wie ich, mussten sich von der ersten Runde an beweisen. Mein erster Heatgegner war Thomas Traversa. Der französische Worldcupper ist zwar vor allem durch gute Ergebnisse in der Welle bekannt, hat aber auch im Freestyle so Einiges drauf. Auch angesichts des schwachen Windes prophezeiten mir Viele, dass es schwer werden könnte, gegen das Leichtgewicht zu bestehen. Der Heat lief eigentlich ziemlich gut für mich, auch wenn der schwache Wind sehr ungewohnt nach den vielen Mistralstürmen des Winters war. Ich begann mit einem etwas langsamen Flaka 720, sprang dann einen Spock 540, versuchte dann einen Shaka, den ich jedoch bei dem leichten Wind nicht ganz herumdrehte. Als nächstes machte ich einen Eslider und sprang dann noch einen einhändigen Flaka, gefolgt von einem Eslider und einem Willy Skipper, den ich jedoch leider erst kurz nach dem Ende des Heats landete. Während des Heats sah ich Traversa einen perfekten Chachoo, sowie einen hohen Willy Skipper springen. Da wusste ich, dass es eine knappe Entscheidung wird. Obwohl ich vielleicht eins, zwei Moves mehr hatte als Traversa, gewann er aufgrund des höheren Schwierigkeitsgrades seiner Moves. Diese Niederlage nervte mich dann schon etwas, da ich mir selbst eigentlich keinen Vorwurf machen konnte und der Wind wirklich sehr schwach war. Im gleichen Heat fuhr auch Anthony Ruenes gegen den Niederländer Westbroek und verlor, da er nicht richtig ins Gleiten kam. Daraufhin lief dieser zur Jury und beschwerte sich lautstark über die Bedingungen. Die Elimination wurde trotzdem fortgesetzt und der Wind nahm weiter zu. Dies ermöglichte es den Routiniers auch die angesagtesten New-School-Moves zu springen. Für mich hieß es warten auf die Double-Elimination. Als die Heatabfolge notiert wurde, sah ich meinen Heat gegen Ruenes ganz unten auf der Tafel stehen. Demnach hatte ich noch so Einiges an Zeit bis ich wieder aufs Wasser konnte. Als ich mich dann nach einiger Zeit wieder in die Contest-Area begab, hörte ich plötzlich, dass mein Heat gegen Ruenes in kurzer Zeit beginnen würde. Unser Heat war an den Anfang der Double-Elimination gerutscht, da alle anderen, die ihre ersten Heats verloren hatten ein Freilos hatten, da sie jeweils nur in Zweier-Heats gestartet waren. Wahrscheinlich bedingt durch die ungerade Zahl an Teilnehmern, ging es in dem Heat zwischen mir und Ruenes also um die hintersten Plätze. Ob dieses Prozedere gerecht ist, oder ob wir Opfer eines Zahlenstreichs wurden, sei dahingestellt. Jedenfalls lief der Heat auch in diesem Fall wieder einigermaßen gut für mich. Ich begann mit einem Puneta, machte dann einen normalen Flaka, gefolgt von einem Spock one handed. Dann machte ich mit einem Shaka weiter, setzte unmittelbar danach einen Eslider an, den ich leider ganz am Ende etwas verwackelte. Der Wind war wieder um Einiges schwächer geworden und so musste man viel pumpen, um überhaupt im Gleiten zu bleiben. Trotzdem landete ich auf dem Weg nach draußen noch einen Speedloop und crashte dann einen Switch Chachoo. Der Heat war vorbei. Der Wind schwächelte extrem. Leider konnte ich nicht beobachten, welche Moves Ruenes gesprungen ist. Allerdings schien seine Performance auch nicht überragend gewesen zu sein. Am Ende hieß es, dass Ruenes weiter war. Für mich war dieses frühe Ende eine große Enttäuschung. Das Schlimmste ist, dass ich mir selbst nicht einmal die ganze Schuld für das schlechte Abschneiden geben kann. Vielleicht hätte ich taktisch klug noch etwas weiter upwind fahren sollen, wo der Wind stärker wehte. Allerdings richtete ich mich da nach meinem Heatgegner und ich wollte auch nah am Publikum sein.

contest-area sw-chachoo-one sw-chachoo-two eslider

Wie dem auch sei, die vorderen Plätze der Rangliste gehen in Ordnung und es ist erfreulich auch mal wieder einen deutschen New-Schooler auf dem Treppchen zu sehen. So konnte Adrian Beholz bei dem aufkommenden, stärkeren Wind in der Single Elimination mit guten Konos, Ponches und Burner überzeugen. Die Double Elimination konnte dann aufgrund des schwächelnden Windes nicht mehr zu Ende gefahren werden.

Was ich aus diesem Event mitnehme ist, dass das Niveau im Freestyle im Allgemeinen sehr hoch geworden ist. Durchsetzen kann man sich eigentlich nur, wenn man seine Manöver in den unterschiedlichsten Bedingungen sicher steht und diese vor allem hoch springt.


Die Saison ist eröffnet!

April 10, 2010 by Mathias

swchachoo eslider2 eslider-oh flaka

April ist der Monat, in dem sich die Spots in Südfrankreich so langsam wieder mit Urlaubern füllen. Vor allem das kleine Städtchen Leucate ist ein beliebtes Reiseziel deutscher Wohnwagentouristen. Der Windvorhersage folgend, unternahmen auch wir einen kleinen Abstecher noch weiter in den Süden. Von Istres nach Leucate sind es etwas über 200 Kilometer – gar nicht so weit! Dort angekommen stellten wir fest, dass der Wind wieder einmal aus allen Rohren hackte. Diesmal entschied ich mich gleich für das 3.7er. Beim Aufbauen wurde ich von zwei etwas älteren Leuten beäugt, die ich freundlich mit “Bonjour” begrüßte, worauf jedoch nur ein verdutztes, zurückhaltendes Lächeln begleitet von einem leichten Kopfnicken folgte. Ein Blick auf das Nummernschild verriet, dass es sich hier um deutsche Urlauber handelte. Kein Wunder, dass keine Antwort kam. Ein kurzer Smalltalk-Versuch scheiterte dann auch. Die Krönung folgte dann:  Zu diesen beiden Leuten gesellten sich zwei weitere Deutsche. Ohne diesen große Beachtung zu schenken, riggte ich schnell mein Segel zu Ende auf. Aus heiterem Himmel höre ich plötzlich den Spruch: “Oh, aus der DDR haben sie es auch hierher geschafft!” Der neu hinzugestoßene Mit-Vierziger wollte sich unbedingt bemerkbar machen. Auf diese Provokation nicht weiter eingehend, ging ich einfach ins Auto und zog mich um. Davor konnte ich mir dann noch anhören, dass ich doch mit meiner schlechten Laune zu Hause bleiben solle.- Was lernen wir aus dieser Geschichte? Was gibt uns dieser Mensch mit seinen eifrigen Kommentaren über sich und sein Weltbild preis? Habe ich den Sinn für Humor verloren? – Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass ich während der letzten sieben Monate in Frankreich nicht einmal so behandelt wurde, wie von diesem Menschen. Ohne zu pauschalisieren macht dieses Ereignis wenig Lust auf die Rückkehr nach Deutschland. Wer sich beim bloßen Anblick eines Nummernschildes dazu hingerissen fühlt, diskriminierende Aussagen zu machen, der sagt gleichzeitig auch viel über seine oberflächliche Engstirnigkeit und geistige Beschränktheit aus. Wahrscheinlich war der Typ aber auch nur auf den neuen RRD TwinTip neidisch! Das ist sehr verständlich und vielleicht sollte ich ihm deswegen verzeihen. Nun ja, eins steht fest: Die Saison ist eröffnet! Aus diesem Grunde möchte ich neben den üblichen Fotos auch einen kleinen Move als Video zeigen. Freut euch auf einen Eslider aus dem sonnigen Frankreich, geprungen mit einem etwas größeren Segel als 3.7. Es war, so wie auch auf den Fotos, ein 4.9er!

Eslider from Mathias Genkel on Vimeo.


Erster Eindruck: RRD TwinTip 88

März 24, 2010 by Mathias

Am Montag bestellt, heute angekommen und dann gleich ausprobiert – noch nicht einmal zwei Tage Lieferzeit von Deutschland nach Frankreich! Danke Christian!

switch-chachoo2 switch-chachoo3 puneta shove-it-spock2

Der neue RRD TwinTip 88 funktioniert erstaunlich gut. Da ich auch noch den 2009er besitze, bot es sich an, die beiden Shapes zu vergleichen. Der neue TwinTip sieht noch mehr nach einer Freestyle-Maschine aus. Er ist flacher, kompakter und vor allem im Bereich vor dem Mastfuß noch breiter als das 2009er Modell. Außerdem beschreibt das Deck im Bereich der Footpads eine ganz leichte Wölbung. Dieses Doom-Deck, das bei RRD sehr dezent gehalten wurde, ist auch von anderen Marken bekannt. Zu viel Wölbung ist bei einigen Boards gewöhnungsbedürftig. Beim RRD scheint hier genau die richtige Mischung gefunden worden zu sein. Im Vergleich zum 2009er scheint so das kurze Carven vor einem Shaka noch einfacher zu gelingen. Den Hauptunterschied sehe ich aber im Absprungverhalten ohne Welle. Der neue TwinTip besitzt noch mehr “Pop” als der alte. Trotzdem sollte man die 2009er Version nicht abschreiben. Auch damit lassen sich die Moves lernen, die man sich vornimmt. Wer noch einen alten TwinTip besitzt, wird sich auch nicht schwer tun, sich auf den neuen umzustellen. Die Bedingunen in Fos waren dann auch nicht allzu ideal, um noch ausgiebiger zu testen. Der Wind wehte unregelmäßig und nur für das 4.9er, dazu gab es eine große Kabbelwelle. Trotzdem hat das Board auch in diesen Bedingungen schon so viel Spaß gemacht, dass ich mich schon auf gute Freestyle-Bedingungen freue!

shove-it-spock flaka-oh switch-chachoo flaka


SUP-Section auf RRD-Homepage

März 20, 2010 by Mathias

Die Trendsportart Standup-Paddling findet nun auch bei RRD Berücksichtigung. Angeboten werden vier Modelle in unterschiedlichen Bauweisen und Größen. Dazu gibt es Bags und Paddel.

RRD_home_SUP


Die tägliche Dosis Mistral

März 15, 2010 by Mathias

Kalt aber zumindest windig – so zeigt sich der März in Südfrankreich bisher. Dachte ich nach den paar Sessions Ende Februar, bei denen weder Handschuhe noch Kopfhaube nötig waren, dass der Frühling entgültig eingekehrt ist, so holten uns die letzten Tage auf den Boden der Tatsachen zurück. Eiskalter Wind, frostige Nächte – aber wenigstens Sonne, wenn auch häufig verschleiert. Der seit Tagen anhaltende Mistral reicht zwar meist nur für das 4.9er, die Sessions sind aber trotzdem ganz lustig und man lernt in weniger idealen Bedingungen zu fahren. Anfang März besuchte uns auch mein Kumpel Tilo. Wir hatten ein paar gute Tage, von denen es aber leider keine Fotos gibt.
Hier noch ein paar Fotos der letzten Sessions:

rnr15-03-1 rnr-15-03-02 rnr15-03-05 rnr15-03-03 rnr15-03-06 rnr15-03-07 rnr15-03-04 rnr15-03-08


Shortclip “Sailing in the Sun”

März 1, 2010 by Mathias

Die Sonne hat es dieses mal zu gut gemeint und sowohl die Qualtität der Fotos als auch die der Videoaufnahmen deutlich gemindert. Hier gibt’s die Clips:


Wir waren schon müde…

Februar 28, 2010 by Mathias

Ich bin gerade auf dieses Video, das eine der letzten Sessions in Le Brusc zeigt, gestoßen. Es wurde wohl zum Ende des Tages gedreht, denn wir sehen alle schon etwas langsam und müde aus. Danke an den Kameramann!


Als es noch kalt war

Februar 22, 2010 by Mathias

Werden wir seit kurzem mit frühlingshaften Wetter verwöhnt, so brachte eine länger-andauernde Mistralperiode vor ein paar Tagen noch einmal kältere Temperaturen. Hier ein paar Fotos von einem typischen Mistraltag in der Camargue.

002 001 003 004


Switch Kono in der Moves/Movies Gallery

Februar 14, 2010 by Mathias

Bevor es wieder ein längeres Video zu sehen gibt, laden wir in regelmäßigen Abständen auch Einzelmoves hoch. Hier ein Switch Kono, gesprungen in der kleinen Bucht bei Les Renaires. Der Wind war an dem Tag wie immer etwas böig, das Wasser kabbelig. Ab und an hat aber alles gepasst.


Schöner Tag in Le Brusc

Februar 9, 2010 by Mathias

Mit anderen zusammen zu surfen macht gerade beim Freestyle gleich doppelt so viel Spaß. Man puscht sich gegenseitig und lernt Einiges dazu. Das Level auf dem Wasser in Le Brusc war letzten Samstag jedenfalls nicht ohne. Neben den Jungs aus Grenoble, Vincent Mellouet und Bastien Rama, waren auch mein Surfkumpel Xavier Frelin und Kevin Allegre, beide Le Brusc Locals, auf dem Wasser.  Die Grenobler hatten extra fünf Stunden Anfahrt für diesen Tag in Kauf genommen. Der Wind war stark und so riggten wir alle so Segel um die 4qm auf. Dann ging es zunächst in die Lagune, wo der Wind jedoch zu unbeständig war. So tobten wir uns dann doch in der kleinen Bucht direkt vor dem Ort aus. Mit ca. 20 Surfern war die auch reichlich überfüllt, es hat aber trotzdem viel Spaß gemacht, da eigentlich ständig irgendein Manöver gesprungen wurde. Hier ein paar Fotos von Kevin und mir:

001 002 003 004 005 006 007 008


Ein Hauch von Frühling

Februar 5, 2010 by Mathias

Wir kommen gerade von einem sehr gelungenen Ausflug nach Almanarre zurück. Zwei Tage Wind für’s 4.9er und 4.5er Segel bei frühlingshaften Temperaturen und Sonnenschein sind eine gute Ausbeute. Dazu kam sogar eine leichte Röte im Gesicht, die jetzt in ein dezentes braun übergegangen ist. In Almanarre lernten wir auch Sigi kennen, ein Rentner, der schon seit 30 Jahren auf die Halbinsel Giens zum Surfen fährt. Die Bedingungen auf dem Wasser waren sehr kabbelig. Deshalb war es schwer, gute Freestyle-Manöver zu zeigen. Stört aber nicht weiter, wenn ich daran denke, wie ich jedesmal beim Reinfahren auf eine von der Sonne goldgefärbte Wasseroberfläche schaute.

spock grubby shaka one shaka one2 switch chachoo Culo switch chachoo2 switch chachoo1


Maui – der windloseste und wellenreichste Fleck der Erde…

Januar 27, 2010 by Johannes

… vermutlich, denn wie auch die Locals versichern, ist es einer der windärmsten Winter seit vielen vielen Jahren. Dies liegt offensichtlich an El-Niño, einer nichtzyklischen veränderten Strömungen im Pazifik. Die Big-Wave-Rider freut dies natürlich, bringt diese Strömungs-Anomalie doch nahezu unendlich viel Swell an die Nordküste Mauis, doch leider auch sehr wenig Wind. Alles halb so wild: Das Film-Projekt, das ich hier mit Kevin Pritchard umsetze, läuft gut, es sind bereits knapp 100 Gigabyte Filmmaterial “im Kasten”. Ich war in und unter Wasser beim Wellenreiten dabei und hatte nicht nur einmal des Gefühl zu ersaufen, bin einige male als “Sozius” auf dem Jetski beim Tow-In-Surfen mit Levi Siver dabei gewesen und haben Tonnen von Lifestyle-Aufnahmen mit spannenden Kamerafahrten aufgenommen. Nur fehlt uns noch etwas der Hauptteil: Das Windsurfen. Wir hoffen auf die nächsten sieben Tage. In den letzten zwei Wochen gab es immermal wieder kurz Wind fürs 4,5er und 5,0er Segel, verbunden mit viel Herumgefahre, aber besser als nicht auf dem Wasser gewesen zu sein. Heute war dann endlich mein erster Tag in Hookipa: Genug Wind fürs 5,0er Segel und auch noch – ganz “Europa-like”  – Wind von links. Dazu moderate Wellen zwischen einem Meter und in Sets drei bis vier Meter. Leider sind diese Kona-Winde (normalerweise herrschen hier die sog. Trade-Winds, beständige Ost-Passat-Winde) aber recht böig und so wurde man zwischen den Sets schön am Riff geparkt und musste einfach nur beten, dass keines der Sets einen aufs Riff schmeissen würde. Egal, war ein Riesenspaß, auch wenn der Einstieg eine Qual ist: extreme Strömung, Windabdeckung, Riffs 30cm unter der Wasseroberfläche… Das Level auf dem Wasser ist natürlich dementsprechend gut.

Der RRD WaveThruster mit 68 Litern fährt sich mit neuem Finnensetup sehr passabel. Nach einiger Enttäuschung bei ersten Testfahrten mit Segeln von 4,5 bis 5,0qm Größe und spätern technischen Tipps von Topshapern und Finnenentwicklern, läuft doch alles echt gut und ich freue mich auf weitere Sessions.

Anbei einige Bilder zum Durchklicken…

IMG_9043 IMG_9050 IMG_9031 IMG_9033_MG_9355e _MG_9364e _MG_9365e _MG_9358e


« Vorherige SeiteNächste Seite »